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Schatten und ein kleines Licht

Am letzten Wochenende des Julis war mal wieder Zeit die Eisenkugeln zu werfen. Die BaWü-Liga daheim, Landes- und Bezirksliga in Kühlsheim. Eins vorneweg, die Differenz der Spielorte entsprach nicht der Nähe der Ergebnisse. Aber von vorne. Während unsere fünfte und sechste Mannschaft noch einen weiteren Spieltag haben und die Saison noch nicht beendet ist, war der vergangene Samstag in der obersten Spielklasse Baden-Württembergs der Abschlussspieltag. Da man in Malsch mit dem Ausrichten von Spieltagen der Rhein-Neckar-Liga noch nicht genug Geschäft hatte, bot man sich auch in der BaWü-Liga als Ausrichter an und bekam den Zuspruch. Also einmal mehr, Kuchen backen, Getränke ordern, Einkaufen und Speisen vorbereiten. Selbstgemachte Frikadellen, Schafskäse, belegte Brötchen, Wraps und Waffeln mit Vanilleeis standen auf dem Speiseplan und waren die Grundlage für den anstehenden 3er Spieltag. Wäre das eigene Spielniveau entsprechend der Küche, wäre wohl der Aufstieg zur Bundesliga nur reine Formsache, aber irgendwie fanden unsere Spieler der ersten Mannschaft nicht in den Tag. Schon in der ersten Begegnung schlichen sich viele Unkonzentriertheiten ein und die vorgegebene Revanche gegen unseren Pokalgegner Käfertal misslang. Aber es war noch nicht aller Tage Abend, Mund abputzen und weitermachen war die Devise, da mit Heidelberg ein Gegner auf Augenhöhe wartete. Aber auch hier, gleiches Geschehen, gleicher Ausgang 1:4. Wohl etwas entmutigt und demotiviert war man in der letzten Begegnung äußerst höflich als Gastgeber und schenkte förmlich Unterensingen mit einem 0:5 die Punkte. Aber immerhin, so kommen die Gegner wohl immer wieder gerne nach Malsch, ein kleiner Wehmutstropfen.

Über 100 Kilometer entfernt in Kühlsheim zeigten sich leider ähnliche Geschehnisse. Auch hier fand die fünfte Mannschaft nicht in ihr Spiel, zu Beginn noch ein knappes 2:3 gegen Wiesloch ließ etwas hoffen. Doch danach wurde man vom Nachbarn aus St. Leon klar in die Schranken gewiesen und bekam ein 0:5 aus der Spargelmetropole. Am Nachmittag war klar, Kräfte mobilisiere, um dem Abstieg zu entkommen oder zumindest den unteren Tabellenrängen. Es war auch knapp und nicht ganz so deutlich wie mittags, aber letzten Endes hatte man auch hier mit 2:3 das Nachsehen. Schade drum, jetzt geht es im letzten Spieltag um alles, viel Glück.

Ein Lichtblick an diesem aus Mälscher Sicht grauen Wochenende war die sechste Mannschaft um Coach Melanie. Mit einem 3:2 gegen die Bouletten Mannheim wurde der erste und einzige Sieg an diesem Wochenende eingefahren, da man auch hier am Nachmittag leider die Partie mit 1:4 abgeben musste. Aber immerhin, so war nicht alles schlecht und die Ehre wurde ein Stück weit hochgehalten und man kann ganz befreit in den letzten Spieltag starten, da man schon genügend Punkte gesammelt hat und im oberen Mittelfeld steht. Super gemacht.

So lässt sich abschließend sagen, es war zwar recht dunkel wenn man die Ergebnisse betrachtet, aber egal wie schlecht die Lage ist oder war, es wurde nicht vergessen ein Licht im Dunkeln leuchten zu lassen, da man bis in die späten Nachtstunden versuchte die Ergebnisse mit dem ein oder anderen Kaltgetränk vergessen zu machen.

BaWü-Liga

BF Malsch 1 vs. SC Käfertal               1:4

BF Malsch 1 vs. Heidelberger BS     1:4

BF Malsch 1 vs. Unternensingen     0:5

Landesliga

BF Malsch 5 vs. BF Wiesloch             2:3

BF Malsch 5 vs. TC St. Leon               0:5

BF Malsch 5 vs. Feudenheim             2:3

Bezirksliga

BF Malsch 6 vs. Bouletten MA           3:2

 

BF Malsch 6 vs. BF Neckargerach   1:4 


Deutsche Meisterschaft Triplette Frauen + Tireur

 


4. Oberlia Spieltag

34°C gefühlt laut App 38°C waren perfekte Voraussetzungen, um im freien über Stunden hinweg Sport zu treiben. Diese traumhafte Idee findet in Wimbledon mit Zverev gerade ihre praktische Umsetzung genauso wie auf dem Tourmalet oder Alpe d`Heuz in persona Pogacar oder Vingegaard ihr Bestes geben. Passt also hervorragend, dass sich in dieses Profigeschehen die Oberliga des Kreises Rhein-Neckar im Boule einreihte. 
Samstag 10.00 Uhr war Beginn, die Sonne schon in voller Kraft am Strahlen, schnell noch das royalblaue Trikot übergestreift, die Sneaker geschnürt, Basecap gerichtet und anstelle des Rads oder des Schlägers die Boulekugeln, die sich kaum aufwärmten, in die Hand und ab auf den heiligen Sand-/Schotterplatz in Oberhausen. Unter unzähligen Zuschauern, die sich im gigantischen Stadion einfanden, begannen die sportlichen Höchstleistungen. Wäre ein technischer Defekt, weil jemand seinen Schorle versehentlich umkippte, nicht dazwischengekommen, hätte der Ausrichter Altlußheim wahrscheinlich wie im englischen Center Court das Schiebedach aktiviert und man hätte schön im Schatten spielen können. Aber Pech gehabt, weiter ging das schwitzige Treiben, Malsch 2, die eher im unteren Tabellenbereich angesiedelt waren, hatten in der ersten Runde das Vergnügen mit den Bouletten aus Mannheim, während Malsch 3 die Wagbachbouler Altlußheim vor der Brust hatten und Malsch 4, als Tabellenführer, hatte Edingen als Gegner zum Tagesstart.
Nach der Mittagspause strahlten nicht nur unsere weiblichen Sternchen sondern auch zum Leid aller Anwesenden unser glühender Feuerball am Himmel. Jammern half aber nicht und passt auch gar nicht ins Klischee eines Spitzenathleten. Also des Dubbeglas schnell geleert, die fettigen Finger in den Lappen geschmiert und verdutzt geguggt, da man in der kurzen Zeit schon wieder vergessen hatte, wo man seine Kugeln deponiert hatte. Aber nach kurzer Konzentrationsphase war der Fokus wieder voll da und man konnte in die Nachmittagspartien starten. Malsch 2 durfte in dieser Runde gegen Sattelbach antreten, die dritte Mannschaft um die drei frisch gebackenen Landesmeisterinnen Diana, Tanja und Celine stellten sich der Aufgabe gegen die Bundesligareserve aus Waldhof und Malsch 4 hatte die Hausherren aus Altlußheim sich gegenüber stehen.
Gefühlt 3 Kilo leichter pro Kopf und regelrecht dehydriert oder wie man daheim sagt ausgedotzelt, war man sehr froh, dass man die Heimreise antreten durfte. Erschöpft und mit dem ein oder anderen Sonnenbrand kam man daheim am schattigen Boulodrom an und war froh den Tag geschafft zu haben. Das Resumee ist klar und vielleicht liest ja der Gemeinderat oder Bürgermeister mit: Eine Boulehalle muss her, natürlich klimatisiert, wenn es geht doppelstöckig mit Schlafchalets und eine Weinbar wäre ganz hübsch, mit Blick auf unsere Weinreben und unseren schönen Letzenberg. Vielleicht kommt ja dem ein oder anderen Michel eine sau(b)er(e) Idee dazu, welches Gelände man dazu nutzen könnte. (jj)

 

Eregbnisse

Malsch 2 vs. Bouletten Mannheim 3:2

Malsch 2 vs. Sattelbach 2:3

Malsch 3 vs Wagbachbouler Altlußheim 2:3

Malsch 3 vs. Waldhof Mannheim 4:1

Malsch 4 vs. Edingen-Neckarhausen 1:4

Malsch 4 vs. Wagbachbouler Altlußheim 2:3

 


Vorschau Deutsche Meisterschaft Triplette Damen 2026

Nachdem Anfang Juli auf heimischen Gelände die Landesmeisterschaft und DM Quali hervorragend, sowohl von der Bewirtung als auch vom Spielerischen her, absolviert wurde, steht jetzt zwei Wochen später die erhoffte Deutsche Meisterschaft in Tornesch an. Wer sich nicht mehr ganz daran erinnern kann, hier nochmal ein kurzer Rückblick:

 

Überraschend aber völlig verdient pflügten sich Diana, Tanja und Celine samstags bei den Landesmeisterschaften durchs Feld. Nach anfänglichem Stotterstart kam das Dreiergespann der dritten Mannschaft der Boule-Freunde Malsch so richtig in Fahrt und fegte in den KO-Spielen problemlos alle Gegner vom Platz. Sonntags bei der Quali stießen dann zur Freude aller noch Sabrina und Christine jeweils mit ihren Teams dazu, sodass man insgesamt 5 Frauen bei der DM an den Start gehen lassen darf.

 

So wird man sich wohl am kommenden Freitag auf den Weg machen in den hohen Norden. Tornesch heißt das Ziel, eine kleine Stadt im Westen Hamburgs. Nach Absprache mit unserer Finanzvorständin muss man wohl mit dem Auto anreisen. Der Privatjet würde noch im Hangar stehen und erst zu späterem Zeitpunkt fertiggestellt werden, ebenso ist noch niemand im Besitz eines Helikopterführerscheins, auch das Chartern eines Sonderzuges käme nicht infrage, da man pünktlich ankommen möchte. Aber so eine Autofahrt hat ja auch was positives, man hat genügend Zeit, um sich den richtig wichtigen Themen zu widmen. Beispielsweise, warum beim Skat so oft betrogen wird, wo man Essen gehen wird oder ob man nicht doch einen Abstecher auf der Reeperbahn machen wird. Man sieht, der 10-köpfige Fantross ist voller Vorfreude und komplett im Fokus, wie sich unsere Mädels schlagen werden.

 

Aber nun zum wirklich zentralen Thema des Wochenendes. 64 Teams aus ganz Deutschland werden in der Stadt an der Elbe ihre Kugeln auspacken und um den Titel spielen. Am Samstagmorgen wird in 4er Pools gespielt werden, wobei sich nach zwei kleinen Halbfinals, dem Gruppenfinale und der Barrage, die besten zwei Teams sich für das A-Turnier qualifizieren und die etwas schwächeren Dritten und Vierten der Gruppe im B-Turnier ihr Glück versuchen dürfen. In beiden Turnieren wird dann in der KO-Phase weitergespielt. Ziel dabei ist es, sonntags noch weiterspielen zu dürfen, wo in beiden Turnierbäumen mit den Viertelfinals gestartet wird. Man darf gespannt sein wieweit die Reise geht, die Daumen sind gedrückt und wir freuen uns über das positive Abschneiden berichten zu dürfen.

 

 


LM/DM-Quali Triplette Frauen

Vergangenes Wochenende kam in Malsch das Geschlechtergleichgewicht ziemlich ins Wanken. Die Boule-Freunde Malsch richteten erstmals eine Landesmeisterschaft/Deutsche-Meisterschaft-Quali der Frauen im Triplette Modus aus. Wie im Petanque so üblich werden jedes Jahr Deutsche Meisterschaften in verschiedenen Kategorien ausgespielt, dazu zählen die Triplette, Doublette, Doublette Mixte, TaT, Jugend, 55+ und eben der reine Frauenwettbewerb im Dreiergespann. Der Dachverbund Boule, Boccia und Petanque-Verband Baden-Württemberg steht jedes Jahr aufs Neue vor der Herausforderung, für diese sportlichen Höhepunkte Ausrichter zu finden, damit die Wochenenden in gewohnter Form (Samstag: Landesmeisterschaft; Sonntag: DM-Quali) absolviert werden können. 

 

Um bestens aufgestellt zu sein und sich in üblichem Mälscher Glanz zu präsentieren, stellte man nicht nur Rebsaft kühl, sondern begann schon montags mit den ersten Vorbereitungen. Ein riesiges Dankeschön an alle Helfer und Beteiligten vor, während und nach der Großveranstaltung, egal ob im Außenbereich tätig, als Küchenchef aktiv oder daheim in der Backstube vor der Rührmaschine. Ohne euer reges Interesse und Engagement wäre dies alles nicht möglich gewesen. So war man schon am Freitag bereit, die ersten Gäste zu empfangen und zu verpflegen. Von Glasnudelsalat über Wraps und chinesischer Nudelpfanne bis hin zu Salatvariationen abgerundet mit Waffeln und Kuchen gab es ein buntes und variables Essensangebot.

Sportlich wurde es dann am Samstagmorgen, pünktlich um 9.00 Uhr wurde seitens der BBPV-Turnierleitung die Einschreibung geschlossen. 29 Teams meldeten sich trotz der bereits höheren Temperaturen an, um die Landesmeisterschaft zu spielen. Der Modus war dabei eine Poolrunde und danach ging es mit den Achtelfinals weiter. Erfreulich war, dass Tanja, Diana und Celine einen Sahnetag erwischten und sich bis ins Finale vorkämpfen konnten. Laut Aussagen des Vorstandes spielte man teils echt wie eine junge Göttin und spielte auch im Finale souverän. Somit darf sich Malsch jetzt auch mit drei Landesmeisterinnen 2026 präsentieren. Gleichzeitig buchte man somit auch das Ticket für die Deutsche Meisterschaft in Tornesch. Glückwunsch an dieser Stelle.

Sonntags stand dann Tag zwei an, energiegeladen und voller Euphorie waren nicht nur alle Helfer, sondern auch die Teams aus Malsch und gesamt BaWü. Hier war der Modus dann etwas anders, da es nicht darum ging, einen Sieger zu küren, sondern das Ziel war, die 15 verfügbaren Plätze, die unser Verband zur Verfügung hatte, zu besetzen. Das Spielsystem war, wie bereits öfter praktiziert, der Pool-Modus. Alle 23 Teams wurden in vierer Poules eingeteilt. Mit Sabrina und Christine qualifizierten sich noch zwei weitere Teams mit Mälscher Beteiligung.

Um 16.00 Uhr war dann das letzte Spiel des Wochenendes vollbracht, zufrieden, aber auch etwas geschafft, stand man am Ende noch zusammen und genoss die letzten Abendstunden, ganz ohne Fußball oder andere Sportarten, in denen Deutschland weit hinter den Erwartungen blieb. Vielleicht sollte man sich auf das Wichtige konzentrieren. Im Boule beispielsweise ist Deutschland aktueller Europameister, vielleicht der bessere Weg. Immerhin kann man in jedem Alter Kugeln werfen, das Miteinander stärken und einfach schöne Tage und Abende verbringen. Jeder ist recht herzlich eingeladen, bei uns vorbeizuschauen.

 



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